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100 Jahre Groß-Berlin

Berlin feiert heute runden Geburtstag! Denn vor 100 Jahren wurde Berlin über Nacht zu einer der größten Städte der Welt. Aus Alt-Berlin wurde per Gesetz „Groß-Berlin“.

Vorher war Berlin recht klein, drumherum ein dicker Speckgürtel: Schöneberg, Charlottenburg, Wilmersdorf, Köpenick, Spandau, Lichtenberg, Neukölln - alles eigene Städte.

Wir haben Geschichtsnachhilfe von Andreas Splanemann aus Berlin bekommen. Er hat seine Doktorarbeit über Groß-Berlin geschrieben. Er sagt: Das Mini-Berlin mit dem fetten Speckgürtel hat damals Probleme gemacht – auch für Pendler! Denn alle genannten Städte hatten auch eigene Verkehrsgesellschaften und es war sehr schwierig für Fahrgäste, durch die Straßen zu kommen. Für jede eigene Stadt galt es nämlich, auch eigene Tickets zu lösen. Auch die Fahrpläne waren nicht aufeinander abgestimmt, so dass es zu vielen Verzögerungen oder Überschneidungen kam.

Vor 100 Jahren dann die Veränderung: Berlin hat sich den Speckgürtel einverleibt. Von einem Tag auf den anderen war Berlin eine Weltstadt mit knapp 4 Millionen Menschen. Brandenburg musste dabei zusehen. Das "neue" Berlin wurde aus Brandenburg quasi "herausgeschnitten" und die Folgen sind bis heute spürbar: ein Nicht-Verständnis zwischen Brandenburg und Berlin, an dem nach wie vor gearbeitet werden muss, so Splanemann.

Hier die Antworten von Andreas Splanemann zum Nachhören:

WO?

WANN?