The All-American Rejects sind mehr als eine Band; es sind vier Freunde, die einander gefunden und das erlebt haben, was man gemeinhin als „American Dream“ bezeichnet. Tyson und Nick gründeten die Band und veröffentlichten die EP „Same Girl, New Songs“ im Sommer 2001. Im nächsten Jahr stießen Mike und Chris dazu, und im Oktober 2002 veröffentlichte das Quartett das gleichnamige Debütalbum, wobei sich bereits die erste Single „Swing Swing“ als kommerzieller Erfolg entpuppte. Danach absolvierten sie eine Tour nach der anderen und legten im Juli 2005 „Move Along“ vor, auf dem neben der gleichnamigen Hymne noch zwei weitere Smash-Hits vertreten waren, „Dirty Little Secret“ und „It Ends Tonight“. So avancierten die bodenständigen Südstaaten-Boys nach und nach zu echten Rockgrößen – die Platte wurde mit Platin ausgezeichnet – und stellten mit ihren grandiosen Melodien selbst den Popsektor auf den Kopf.
Während Erfolg vielen Bands früher oder später auch Probleme beschert, kamen sich die Rejects dadurch nur noch näher. Ist wahrscheinlich eine Frage des Charakters und der Erziehung. „Ich war ursprünglich an der University of Central Oklahoma eingeschrieben, denn ich wollte Physiotherapeut werden“, berichtet Chris. „Bis ich dann den Anruf von Ty bekam; ich schmiss sofort alles hin und trat der Band bei. Ich liebe es, hinter dem Schlagzeug sitzen – ich könnte es von morgens bis abends machen. Umso mehr ich spiele, desto glücklicher bin ich, und desto seltener gerate ich in Schwierigkeiten. Schon als wir 50 Dollar pro Auftritt verdienten und ich keinen anderen Job mehr brauchte, hatte ich das Gefühl, im Lotto gewonnen zu haben. Erfolg ist relativ. Als wir dann unsere erste Goldauszeichnung bekamen, dachte ich mir, dass das alles noch eine Weile funktionieren könnte. Die Aufnahmen zu `When the World Comes Down´ haben uns definitiv noch stärker zusammengeschweißt. Tyson hat sich wahnsinnig entwickelt im vergangenen Jahr. Und wir alle mit ihm.“
Songs wie „Believe“, mit dem sie einem verstorbenen Freund gedenken und Fragen über den Sinn des Lebens (und über das, was danach kommt) stellen, das ambitionierte „Another Heart Calls“, das erste Duett von AAR, für das sie mit zwei Schwestern aus Alabama (The Pierces) gearbeitet haben, das sich aufbäumende und druckvolle „Hope It Gives You Hell“, das auf einer Fahrt nach Vancouver entstand, das unfassbar lebhafte „Falling Apart“ oder das mit einer gewaltigen Hook versehene „Damn Girl“ zeigen eindrucksvoll, wie gut durchdacht und eingängig ihre Kompositionen sind. Abgerundet von einem klassischen Sound, viel Energie und Mut zu Experimenten, steht schon jetzt fest, dass die Fanbase der Rejects dank dieser Platte erneut wachsen wird...
„Ich will, dass diese Platte nicht nur gut für uns ist; sie muss mehr sein: gut für unsere Fans nämlich“, sagt Ty abschließend. „Letztendlich sind wir auch nur eine Band, ein paar gute Freunde, denen das, was sie tun, sehr viel bedeutet. Wenn man den ganzen Quatsch erst aus dem Weg geräumt hat, bleibt nur noch die Liebe. Ich bin weder ein Rockstar noch der Held meiner Heimatstadt. Ich bin auch nur ein Niemand. So heißt es schließlich auch in dem Song, `you’re nobody ’til somebody loves you´.“
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