Als Jon Francis Bongiovi Jr. (besser bekannt als Jon Bon Jovi) und seine Kumpels David Bryan, Richie Sambora, Tico Torres und Alec John Such Anfang der 80er zu musizieren beginnen, sind sie nur eine Band unter vielen. Sie machen sich zwar einen Namen durch den Song „Runaway“, einen Plattendeal allerdings ergattern sie damit nicht. Als sie dann aber als Vorgruppe der amerikanischen Rock-Band „Scandal“ agieren dürfen, entdeckt sie der schottische Musiker und Produzent Derek Shulman. Er vermittelt einen Plattendeal mit PolyGram – allerdings bekommt den nur Jon. Die anderen Bandmitglieder sind zunächst quasi seine „Angestellten“. Das Debüt-Album „Bon Jovi“ erscheint 1984. Jetzt darf die Band erstmals mit namhaften Bands wie den Scorpions und Kiss auf Tour gehen und schon mal internationale Luft schnuppern. Der große internationale Durchbruch gelingt ihnen aber erst mit Album Nummer 3: „Slippery When Wet“ beinhaltet mit „Livin’ On A Prayer“, „You Give Love A Bad Name“ und „Wanted Dead or Alive“ gleich 3 ihrer bis heute größten Hits. Nach einem weiteren Album und einer ersten ausgedehnten Welt-Tournee gönnen sich die 5 Rocker Ende der 80er eine längere Auszeit, in der sich vor allem Jon einen Namen im Musik-Business macht. Er nimmt das Angebot an, den Soundtrack zum Western „Blaze Of Glory – Flammender Ruhm“ zu schreiben. Ein Golden Globe und eine Oscar-Nominierung für die beste Filmmusik machen ihn final zu einem erfolgreichen Songwriter.
Im November 1992 erscheint dann wieder ein gemeinsames Bon Jovi Album. Als das aber nicht an die letzten Erfolge anknüpfen kann, veröffentlichen die Jungs kurzerhand einfach ein Best-Of Album inklusive einer neuen Ballade: „Always“ wird zu Bon Jovis erfolgreichster „Schmuse-Nummer“. Bassist Alec John Such verlässt 2 Jahre später die Band, wird offiziell aber nie ersetzt (Hugh McDonald übernimmt seinen Part seitdem). Mitte der 90er legt die Band erneut eine längere Pause ein.
Im neuen Jahrzehnt melden sich die 5 Rocker aus Amerika im Jahr 2000 dann endlich mit dem Comeback-Album „Crush“ zurück und beweisen der ganzen Welt, dass sie es immer noch voll drauf haben. „It's My Life“ wird zur erfolgreichsten Hit-Single der Bandgeschichte und das ZDF macht sie zum Titelsong der Fußball Europameisterschaft in Belgien und den Niederlanden. Es folgen Konzerte vor insgesamt 2.157.675 Fans und das erste Live-Album der Band „One Wild Night“. Bis heute folgen 5 weitere Alben und unzählige Auszeichnungen (darunter der MTV Award für die bedeutendste Rock-Gruppe der letzten 20 Jahre und der Diamond Award, den nur Künstler erhalten, die über 100 Millionen Alben verkauft haben), bevor die Band erneut ins Studio geht, um Album Nummer 15 „The Circle“ aufzunehmen.
Die neue CD startet ganz im Stil von Bon Jovi: rockig, hymnisch und mit vielen Instrumentalparts. Und die Jungs setzen mit der ersten Single „We Weren't Born To Follow“ auch ein klares Statement: „Wir sind nicht geboren um einfach hinterherzulaufen,“, sondern um auch mal selbstständig zu handeln und sich etwas zu trauen. Zwar beginnt der nächste Song „ When We Were Beautiful“ sehr sanft, er entwickelt sich dann aber doch zum typischen Bon Jovi Stadion-Kracher. Der Refrain ist mit seinem „Shalalala“ dann ein wenig eintönig, da waren die Jungs schon mal kreativer. Richie Samboras langer und großartiger Einsatz an der Gitarre und natürlich Jons Reibeisen-Stimme machen den Song dennoch zu etwas ganz besonderem. Anfangs stark an „Livin' On A Prayer“ erinnert der folgende Song: in „Work For The Working Man“ hinterfragen Bon Jovi die persönliche Zukunft, es geht es um die Perspektiven von Menschen, die in ihrem Leben etwas verändern und eine andere Richtung einschlagen müssen. Die Single „Superman Tonight“ beginnt mit leichtem Gitarrenspiel und Jons ruhiger verführerischer Stimme. „ I Won't Lie, I Wish That I Could Be Your Superman Tonight“ („Ich werde nicht lügen, ich wünschte dass ich heute Nacht Dein Superman sein könnte“), singt er und wird damit sicher wieder Frauen aller Altersklassen schmachtend zurücklassen. Und er liefert auch Lebensweisheiten, die wir uns alle zu Herzen nehmen können: der tolle Piano-Song „Live Before You Die“ erzählt z.B. die Geschichte vom Leben eines kleinen Jungen, der viele Menschen trifft, die ihm immer wieder raten, mit dem Leben anzufangen, bevor man stirbt.
Ein wirklich großartiger Song ist „Learn To Love“. Jon und Richie singen wie ein altes Künstler-Paar perfekt aufeinander abgestimmt im Duett, David Bryan spielt sanfte Keyboard-Töne und Tico Torres liefert mit seinen präsenten Drums den perfekten Rhythmus. Ein krönender und perfekter Abschluss!
Nach all den Jahren im Business wissen Bon Jovi einfach wie es geht. Sie haben es wieder geschafft, 12 neue tolle Songs mit großem Wiedererkennungswert zu kreieren, positive Texte zu schreiben, ihr Sauber-Mann-Image aufrecht zu erhalten und einfach die Masse zu begeistern. Die Jungs sind einfach ihrem Stil treu geblieben und hören sich genau so an wie Bon Jovi sich nun mal anhören muss. Und so wird das neue Album „The Circle“ nicht nur die Liebhaber der klassischen Bon-Jovi-Platten überzeugen.
Anspieltipps:
„Fast Cars“ - eine neue tolle Power-Ballade wie sie eben nur Bon Jovi zaubern kann.
„Bullet“ - großartige, schnelle Rock-Nummer mit vielen Instrumental-Parts. Für uns der beste Song auf dem Album, zumal es im Song um die Sinnlosigkeit von Krieg geht.
„Love's The Only Rule“ - das klingt wie eine Verjüngungskur, hier klingen Bon Jovi fast wie in ihrer Anfangszeit.
Und so bewertet T. Broschwitz aus Möglenz das Album:
Eine schöne CD ,die mir sehr gefallen hat.Besonders aber meiner 16 Jährigen Tochter, ihr gefällt die CD besonders gut!
Alles in allem empfehlenswert!!!
B. Schneider aus Briesen/Mark findet die CD so:
Es ist echt eine schöne CD. Bon Jovi sind sich ihrem Stil treu
geblieben. Rockig und echt fetzig. Bin schon lange ein Fan von Bon Jovi und kann die CD nur weiterempfehlen.
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