Während die meisten Menschen eher Urlaub auf Barbados machen, lebte Robyn Rihanna Fenty dort 2003 noch als einfaches Mädchen in der Gemeinde Saint Michael. Eine von Rihannas besten Freundinnen stellt ihr damals den New Yorker Produzenten Evan Rogers vor, als der auf der Insel weilt. Spontan singt die damals 17-jährige bei Rogers vor, der sofort entscheidet, mit ihr nach New York zu fahren, um einige Demo-Tapes aufzunehmen und diese an verschiedene Plattenfirmen zu schicken. Sieben Labels wollen die hübsche Sängerin unter Vertrag nehmen. Der Boss von Def-Jam (und Beyoncé Knowles Ehemann) Jay-Z bittet die junge Sängerin sogar persönlich vorzusingen. Rihanna berichtet später sie sei aufgeregt gewesen, und habe arg gezittert. Kurz nach dem Vorsingen werden 12 Songs aufgenommen und auf das Album „Music Of The Sun“ gepresst. 2005 wird es weltweit veröffentlicht und sage und schreibe gleich 2,2 Millionen Mal verkauft. Mit ihrer ersten Single-Auskopplung „Pon De Replay“ gelingt Rihanna der internationale Durchbruch. Bereits ein Jahr später folgt der nächste Tonträger: “ A Girl Like Me“ verkauft sich sogar 3,5 Millionen mal und beschert ihr mit den Hits „S.O.S.“ und „Unfaithful“ gleich zwei Nummer Eins Erfolge und diverse Platin-Auszeichnungen. Und auch damit ist Rihannas junge Karriere noch nicht auf ihrem Höhepunkt angekommen: ohne Pause kommt 2007 mit „Good Girl Gone Bad“ Platte Nummer 3 auf den Markt. Die erste Single „Umbrella“ wird zum Nr.1-Hit des Sommers und dominiert in den USA die Pop, Urban und Crossover Billboardcharts. Oben drauf gibt es noch einen MTV Video Music Award, einen Grammy, den Teen Choice Award und weitere Auszeichnungen.
Obwohl Rihanna seitdem ohne Unterbrechung in den Medien präsent war, hatte sie sich dann doch eine kleine Auszeit genommen – aufgrund der raschen Album-Veröffentlichungen sicherlich verdientermaßen. Aber auch das große Liebes-Drama um sie und ihren inzwischen Ex-Freund und Sänger Chris Brown dürfte dafür ein guter Grund gewesen sein. Er hatte sie 2009 kurz vor der Grammy-Verleihung brutal zusammengeschlagen. Die Bilder ihres von den Verletzungen gezeichneten Gesichts gingen um die ganze Welt und der Vorfall beschäftigte monatelang Gerichte und Boulevard-Zeitungen. Kein Wunder also, dass Fans und Kritiker nun mehr als gespannt waren, wie die Sängerin die Ereignisse verarbeitet hat und inwieweit sie sich auf ihr neues Album „Rated R“ auswirken. Das Ergebnis lässt auf alle Fälle keine Zweifel aufkommen: Rihanna ist zurück - stark, selbstbewusst und wütend.
Schon beim ersten Titel „Mad House“ ertönen auf der neuen CD düstere Orgelklänge und eine unheimliche Stimme macht deutlich: „Rated R“ ist nichts für Menschen, die schnell geschockt sind. „Wer allerdings denkt, dass er gut was vertragen kann, dem sagen wir: herzlich willkommen im Irrenhaus (...To Those Of You Who Think They Can Take It, We Say Welcome To The Mad House).“ Und kaum ist das letzte Wort verhallt, startet „Wait Your Turn“ mit fetten Beats. Die Stimmung bleibt düster, Rihanna aber gibt sich selbstbewusst und dürstet quasi nach Vergeltung. Vor allem in „Fire Bomb“ werden ihre Rache-Fantasien deutlich. Sie singt in dem Song davon, dass sie mit ihrem Wagen in sein Auto reinknallt und gar nicht erwarten kann, sein Gesicht zu sehen, wenn dabei seine Windschutzscheibe zerbricht. „Good Girl Gone Bad“ – der Titel des Vorgängeralbums scheint sich zu bewahrheiten und das brave Mädchen wirklich ganz schön böse geworden zu sein.
Aber auch eine reifere Rihanna ist zurück: all die vergnügungs-süchtigen Beats, die Songs wie „Don't Stop The Music“ und „Shut Up And Drive“ zum Erfolg machten, scheinen passé zu sein. Jetzt stehen kalte R&B-Beats, Gitarrenriffe und Bässe mit großer Tiefe an der Tagesordnung. Und Rihanna gibt sich auch nachdenklich. „Stupid Love (unnütze Liebe)“ spricht Bände. In der Ballade im Stil von Unfaithful“ singt sie, wie sehr sie verletzt wurde und dass es doch besser gewesen wäre auf andere zu hören und rechtzeitig zu handeln. Rihanna zeigt sich schon fast reuevoll und mitunter verloren. Aber das muss sie ganz bestimmt nicht. Denn erstens hat sie vollste Unterstützung von Fans und Freunden und zweitens ist ihr mit „Rated R“ ein wirklich großartiges neues Album gelungen, auf das sie mehr als stolz sein kann. Das liegt zum einen daran, dass sie mit so großartigen Künstlern wie Guns N’ Roses - Gitarrist Slash, will.i.a.m von den Black Eyed Peas oder Straßen-Rapper Jeezy zusammengearbeitet hat. Zum anderen war sie auch an der Entstehung vieler Lieder beteiligt und gerade diese Authetizität rundet diese wundervoll ab. Perfekt abgemischte Songs machen dieses Album nicht nur für Freunde der R&B- und Hip-Hop-Musik zu einem besonderen Erlebnis. Es ist vor allem die Vielfältigkeit der Songs und die Emotionen, die Rihanna absolut ehrlich und mehr als persönlich übermittelt. Genau das macht aus unserer Sicht „Rated R“ zu ihrem bislang besten Album!
Anspieltipps:
„Russian Roulette“- von Ne-Yo („Closer“) geschriebene Single. In dem Song geht es um ihre Beziehung mit Chris Brown, die sie im nachhinein an Russisches Roulette erinnert.
„Cold Case Love“ - grandiose Ballade aus der Feder und im unverkennbaren Stil von Multi-Talent Justin Timberlake und dem Produzenten-Team „The Y's“. Wie bei kaum einem der anderen Songs ist hier zu hören, wie unglaublich Rihanna sich stimmlich weiterentwickelt hat.
„Te Amo“ – schöner Song mit spanischen Gitarren, und einer Rihanna in Höchstform: "In diesem Lied warnt mich eine weise Frau: 'Don't let love hurt you! (Lass Dich von der Liebe nicht verletzen)'. Der Song stammt aus einer Zeit, in der ich viel Trost und Zuspruch von anderen Leuten brauchte, um die Trennung von Chris durchzuhalten!".
Und so bewertet M. Lipke aus Wittstock die CD:
Hammer geile CD....
Meine Lieblings-Songs sind "Stupid in Love, Russian Roulette, Fire Bomb, Photographs, G4L, Te Amo, Cold Case Love und natürlich The Last Song...."
Ihre hammer Stimme.... und mit Kopfhörer zu hören... unschlagbar....
Man versinkt in Träumen....und genießt einfach...
Stimme und Instrumentalbegleitung einfach unbeschreiblich
geil....Faszination...pur...
sehr schön...
Das sagt F. Benthin aus Fürstenwalde zum Album:
Das ist eine schöne CD. Rhianna kann sowie so gut singen.
Ich kann also nur die CD weiterempfehlen. Die Lieder von der CD Rated R sind echt klasse sowie die Lieder "Russian Roulette" und "Rude Boy" und die anderen.
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