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CD Check: Melanie Fiona - "The Bridge"
 

Melanie Fiona - "The Bridge"

Der Soul hat eine neue Stimme. Nach internationalen Erfolgen von Künstlern wie Amy Winehouse oder Daniel Merriweather ist jetzt die Zeit für die kanadische Sängerin Melanie Fiona gekommen. Den ersten Schritt für eine großartige Karriere legt sie derzeit mit ihrer ersten Single „Give It To Me Right“. Die Leidenschaft für Musik hat die 27-jährige Melanie von ihren aus Guyana stammenden Eltern in die Wiege gelegt bekommen: „Meine Mutter, für die Musik genauso viel bedeutet wie für mich, hat bei uns immer Platten aufgelegt. Und mein Vater, der Gitarre spielt, erlaubte mir, auf die Bühne zu kommen, wenn er mit seiner Band probte.“

Melanie beginnt bereits in jungen Jahren eigene Songs zu schreiben, auf kleine Tourneen zu gehen und wichtige Kontakte in der Musikindustrie zu knüpfen. Die ersten Ergebnisse zeigen sich schnell. Ein Management wird gefunden und mit zwei weiteren Sängerinnen gründet sie die Band „Xquisite“. Das Schreiben von eigenen Songs verliert die Kanadierin dabei nie aus den Augen. Nachdem sich die Band aufgelöst hat, arbeitet sie mit verschiedenen Produzenten zusammen. So kommt es auch, dass Melanie Fiona im Jahr 2006 am Album „A Girl Like Me“ von Rihanna mitmischt. Ihr wichtigster Kontakt über die Jahre bleibt die Autorin Andrea Martin, die unter anderem den Leona Lewis Hit „Better In Time“ geschrieben hat. Zusammen mit ihr schreibt Melanie über Monate an den Songs für ihr Debütalbum „The Bridge“. „Zwischen uns ist eine sehr persönliche Beziehung entstanden, während wir bei der Arbeit waren. Ab einem gewissen Punkt haben wir uns gegenseitig so sehr inspiriert, dass alles wie von selbst lief.“ Dass die zwölf Songs absolutes Hitpotential besitzen, davon ist nicht nur Melanie Fiona überzeugt, sondern auch der amerikanische Musiker und Produzent Kanye West. Noch bevor das Debütalbum fertig war, nahm er sie im vergangenen Jahr mit auf seine Welttournee, während der sie ihre Songs einem großen Publikum präsentieren durfte.

Jetzt ist das Album endlich in den Läden. Die 12 Songs liegen irgendwo zwischen Soul und Popmusik und bestechen besonders durch Melanies unglaubliches Stimmvolumen. Dass Soulmusik nicht unbedingt eintönig klingen muss, war der Sängerin offensichtlich besonders wichtig. Sie will mit ihrer Musik Vielfalt beweisen. „Please Don’t Go (Cry Baby)“ ist zum Beispiel eine fröhliche Uptempo Nummer, die zum Wippen einlädt. Bei „Sad Songs“ dachten wir, dass sich hinter dem Stück sicherlich eine Ballade verbirgt. Aber zu unserer Überraschung ist der Song mit typischen Karibikklängen aufgepeppt. Mit einem traurigen Lied hat das nicht mehr viel zu tun. Eher ist es wohl eine Hommage an Melanies großes Vorbild Bob Marley. Mit „It Kills Me“ gibt es dann kurz vor Ende der CD sogar einen ganz im Stil der klassischen amerikanischen R&B Songs gehaltenen Titel. Erfahrungen mit dieser Musikrichtung hat Melanie Fiona besonders durch die Zusammenarbeit mit Rihanna und Kanye West zu Genüge sammeln können. Diese Vielfalt, die Melanie auf ihr Album gepackt hat, gehört einfach zu ihren großen Stärken und die rührt aus dem Erfahrungsschatz der Sängerin: „Ich habe einen langen Weg hinter mir. Um die ganze Welt bin ich gereist. Ich bin während meiner Jugend in Toronto mit unzähligen Kulturen und Musikstilen in Kontakt gekommen. Ich bin die Brücke zwischen den unterschiedlichen Einflüssen, die meinen Sound geprägt haben.“

Das maßgebende Genre auf „The Bridge“ ist und bleibt aber Soul und Melanie Fiona beweist mit ihrem Debüt ein geschicktes Händchen. Mit der Platte werden Sie ihre große Freude haben. Melanie Fiona hat einfach Rhythmus im Blut und der überträgt sich durch den Lautsprecher – und zwar sofort auf IHRE Beine: jetzt müssen Sie die CD einfach nur noch hören.

Anspieltipps:

„Give It To Me Right“ – die erste Singleauskopplung aus dem Album. Groovy, funky und eingängig singt Melanie Fiona über Gleichberechtigung. Besonders einprägsam ist das Gitarrensample. (bekannt aus dem The Zombies Klassiker „Time Of The Season“)

“Monday Morning” – Ein Montag Morgen gehört nicht unbedingt zu den schönsten Tageszeiten. Mit „Monday Morning“ aber schafft es die kanadische Sängerin binnen Sekunden schlechte Laune zu vertreiben.

“Ay Yo” – eines der spannendsten Stücke auf dem Album. Durch südamerikanische Klänge, wird es zu einem der wohl außergewöhnlichsten Lieder von Melanie Fiona.



 
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