Burleson – eine Kleinstadt im amerikanischen Texas. Der Weg von dort an den Pop-Himmel scheint ganz schön weit, doch Kelly Clarkson hat es geschafft. Die Gewinnerin der ersten Staffel der amerikanischen Casting-Show "American Idol" – dem englischen Original von "Deutschland sucht den Superstar" hat in ihrer jungen Karriere schon viel erreicht: mehr als zwanzig Millionen verkaufter Tonträger weltweit, acht US-Top-Ten-Hits und mehrere Musikpreise. Jetzt erscheint ihr bereits viertes Album "All I Ever Wanted".
Bevor 2002 die Casting-Show die damals 20jährige Texanerin ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit und Medien katapultierte, versuchte sie sich mit diversen Jobs über Wasser zu halten. Nach der High School hatte sie den Sprung nach Los Angeles gewagt, um als Sängerin entdeckt zu werden, doch als sich der erhoffte Erfolg nicht einstellte, kehrte sie in ihre Heimat zurück. So arbeitete sie als Cocktail-Mixerin in einer Comedy-Bar, als ihre beste Freundin sie davon überzeugte, an der Casting-Show American Idol teilzunehmen und damit die atemberaubende Karriere in Rollen brachte.
Ihr Debüt-Album "Thankful" (2003) verkaufte sich schon über zwei Millionen Mal, aber der internationale Durchbruch gelang ihr 2005 mit der Single "Since U Been Gone" von ihrer zweiten Platte. Mit "Breakaway" lässt sie das Popsternchen-Image hinter sich und entwickelt sich zu einer richtigen Rockgöre. In Deutschland, Österreich und der Schweiz steigt Kelly erstmals in die Top Ten ein und wird mit MTV-Awards und Grammys überhäuft. 2007 erschien ihre dritte Platte "My December", die ebenfalls Platinstatus in den USA erreichte
Das neue Album "All I Ever Wanted" zeigt einmal mehr die Wandlungsfähigkeit von Kelly. Auch wenn die rockigen Nummern überwiegen, hat Kelly in ihre 14 neuen Songs verschiedene Stilrichtungen einfließen lassen. Beim elektronischen Club-Sound von "If I Can’t Have You" zieht es einen sofort auf die Tanzfläche, der Titelsong "All I Ever Wanted" mixt gekonnt Rock mit einen funkigen Beat und "Whyyawannabringmedown" überrascht mit harten, punkigen Sound. Die erste Single-Auskopplung "My Life Would Suck Without You" und Songs wie "Don’t Let Me Stop You" oder "I Do Not Hook Up" knüpfen an die letzten beiden Alben an: eine trockene Basslinie, fette Gitarrenbretter und dazu ihre powervolle Stimme lassen es richtig krachen. Bei Rockballaden wie "Cry" oder "Already Gone" zeigt sie ihre emotionalere, softere Seite, die bei "If No One Will Listen" auch noch mit Streichern und Klavier unterlegt wird. Unterstützung erhielt sie diesmal u.a. von Ryan Tedder, dem Sänger der Band One Republic und Autor und Produzent des Nummer-Eins-Hit "Bleeding Love" von Leona Lewis, der einige Songs für "All I Ever Wanted" beisteuerte.
Anspieltipps:
"All I Ever Wanted" – Der Titel war der erste fertige Song und hat den Sound des Album geprägt - zurecht, groovt er doch mächtig und bleibt sofort im Ohr.
"I Do Not Hook Up" - Der trotzigste Song des Albums stammt von Katy Perry, deren erklärter Fan Kelly ist.
"I Want You" - Der von Kelly selbstgeschriebene Song ist verspielter Gitarren-Pop, in dem - ganz untypisch für Kelly – mal keine Jungs fertig gemacht werden, wie sie lachend zugibt.
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